<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282</id><updated>2012-02-15T14:59:26.427+01:00</updated><category term='Amerika'/><category term='Pakistan'/><category term='Lyrik'/><category term='Literatur'/><category term='Freundschaft'/><category term='Liebe'/><category term='Nationalsozialismus'/><category term='Etzioni'/><category term='Afghanistan'/><category term='Julien Green'/><category term='Verbrechen'/><category term='Weimar'/><category term='Deutschland'/><category term='Moral'/><category term='Villon'/><category term='Ernst Jünger'/><category term='Pornographie'/><category term='Krieg'/><category term='Sex'/><category term='Zech'/><category term='Indianer'/><category term='Indien'/><category term='Anthropologie'/><category term='Ku Klux Klan'/><category term='Religion'/><category term='Kunst'/><category term='Thomas Mann'/><category term='Sinn'/><title type='text'>Rudolf von Waldenfels</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>29</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-6546700566943810902</id><published>2012-02-15T14:13:00.000+01:00</published><updated>2012-02-15T14:58:51.887+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amerika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ku Klux Klan'/><title type='text'>Ku Klux Klan</title><content type='html'>&lt;i&gt;Neben meinen Tätigkeiten als Buchautor und Übersetzer veröffentliche ich auch immer wieder Reportagen zu so verschiedenen Themen wie einem mexikanischen Wüstenheiligen, einem wegen Doppelmordes in Virginia einsitzenden Deutschen oder auch einem afroamerikanischen Buchhändler in der tiefsten thailändischen Provinz. Sie sind in publik forum, der Frankfurter Rundschau und auch meiner heimatlichen Zeitung, der Frankenpost, erschienen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;i&gt;Ich werde sie hier nach und nach ins Netz stellen. Aber Gemach - in allem Technischen bin ich ungeschickt.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;b&gt;Besuch im Hauptquartier des Ku Klux Klan&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;i&gt;zuerst veröffentlicht in publik forum, 8/2009&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Man versteht eine Sache besser, wenn man auch ihren Gegensatz kennenlernt. Wer die Wüste erlebt hat, wird die Bedeutung des Wassers erst richtig ermessen können; wer einmal tagelang nichts gegessen hat, weiß, warum noch unsere Großeltern mit solchem Behagen von der „gefüllten Speisekammer“ sprachen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Ich hatte, mir einen alten Traum erfüllend, zehn Tage mit einer afroamerikanischen Kirchengemeinde in St. Louis/Missouri verbracht. Ich hatte an den Gottesdiensten teilgenommen, hatte die Sonntagsschule besucht, ich hatte mit vielen Gemeindemitgliedern gesprochen. Da sich das Selbstverständnis der schwarzen Amerikaner vor dem Hintergrund des weißen Rassismus entwickelt hat, wurde es nun Zeit, eben diesen Rassismus genauer kennenzulernen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Nichts eignete sich dafür besser als der Ku Klux Klan, jene geheimnisumwitterte Rassistenorganisation, die in der amerikanischen Geschichte oft eine so verhängnisvolle Rolle gespielt hat. Verschiedenen Schätzungen nach gehen seit ihrer Gründung im Jahr 1865 über 50.000 Morde auf ihr Konto, die überwältigende Mehrheit an Schwarzen. Nach starkem Bedeutungsverlust in den vergangenen Jahren befand sie sich nun wieder im Aufwind, da mit Barack Obama der Alptraum aller amerikanischen Rassisten wahr geworden war: der eines schwarzen Präsidenten. Ich hatte von Deutschland aus einen Interviewtermin mit Thom Robb, dem mächtigsten Führer des Klans vereinbart, auch bereits ein Mietauto für die Reise nach Arkansas gebucht; dann aber hatte mir eine Leiterin der Jewish Anti-Defamation League, einer landesweiten Vereinigung gegen Diskriminierung, von einer unbegleiteten Fahrt dringend abgeraten. Der Klan sei unberechenbar, das Hauptquartier einsam in den Wäldern der Ozarks gelegen, nur über eine Schotterpiste zu erreichen und vom Funknetz abgeschnitten. Ich solle unbedingt jemanden dabei haben, sagte sie, der die örtlichen Begebenheiten kenne und notfalls Hilfe herbeiholen könne. Natürlich nahm ich ihre Warnungen ernst und versuchte, in der wenigen Zeit, die mir noch bis zu meinem Interviewtermin blieb, eine Begleitung zu finden — was mir, trotz zahlreicher Telefonate und vielleicht wenig überraschend, nicht gelang. Ich überlegte kurz, ob ich das Interview abblasen sollte; doch dann beschloss ich, alleine zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Nach einiger Verzögerung — ich verirrte mich im Autobahngewirr von St. Louis — befand ich mich endlich auf dem Weg nach Süden. Vor mir lag eine Strecke von ungefähr 600 Kilometern. Die Fahrt würde etwa zwölf Stunden in Anspruch nehmen, da ich quer über Land fahren und das letzte Viertel auf einer schmalen, sehr kurvenreichen Bergstraße zurücklegen wollte.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Mit jedem Kilometer wurde die Landschaft üppiger. Große Laubwälder wechselten sich ab mit saftigen Weiden, an deren Rändern weißgestrichene Scheunen standen. Während die Straße in weiten Wellenbewegungen auf- und abführte, hatte ich Zeit, mir über meine Beweggründe klarer zu werden. Da war natürlich der Reiz der Gefahr, des Unbekannten; doch er alleine hätte mich nicht zu dieser Reise bewegen können. Nein, was mich so elektrisierte, dass ich beständig mit den Fingern auf das Lenkrad klopfte und ungeduldig die Stunden zählte, war die Aussicht, mehr über das Böse zu erfahren. Es konnte keinen Zweifel daran geben, dass der Mann, den ich am nächsten Vormittag kennenlernen würde, in seinem gut sechzigjährigen Leben mehr Böses getan, gedacht und geplant hatte als viele andere Menschen. Wenn es nach ihm ginge, würde man schon morgen alle Schwarzen und alle Juden aus Amerika vertreiben, gerne unter Einsatz von blutiger Gewalt. Als Führer einer Organisation, die unter ständiger Beobachtung der Bundesbehörden stand, konnte er dergleichen heutzutage nicht mehr frei äußern; aber es genügte ein Blick auf die, die er seine Freunde nannte, um zu begreifen, wes Geistes Kind er war. Die Website der „Knights of the Ku Klux Klan“, wie sich seine Organisation offiziell nannte, verlinkte zu allen größeren Neonaziorganisationen Amerikas, die auf ihren Seiten wiederum unverhohlen zum „Rassenkrieg“ aufriefen. Immer wieder vom FBI in dessen Jahresberichten in die Nähe rechtsterroristischer Organisationen gerückt, gibt es zahlreiche Querverbindungen zu den jüngsten Brandstiftungen an afroamerikanischen Kirchen, zu rassistisch motivierten Morden in den Südstaaten. Timothy McVeigh, der Bombenleger von Oklahoma, dem im Jahr 1995 rund 170 Menschen zum Opfer fielen, war Mitglied in Robbs Organisation und nannte ihn vor Gericht seinen Mentor.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Ich war nun nicht so naiv zu glauben, dass mir morgen der Leibhaftige gegenübersitzen würde, samt Schwefelgestank und Bocksfuß; doch ich erhoffte mir Einblicke in eine psychische Grundkonstellation, die ja gerade in Deutschland so Schreckliches angerichtet hat. Übrigens: wäre ich abergläubisch veranlagt, dann hätte ich meine Reise schon nach wenigen Stunden abgebrochen. Erst gab das Auto seinen Geist auf, so dass ich stundenlang in einem kleinen Nest auf ein Ersatzfahrzeug warten musste; dann stellte sich mir ein Tornado in den Weg, ein kleiner Wirbelsturm, der mir buchstäblich die Sicht nahm und mich dazu zwang, am Straßenrand sein Vorüberziehen abzuwarten.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Am nächsten Morgen jedoch, nach einer ruhigen Nacht auf einem Zeltplatz, machte ich mich wieder auf den Weg. Die Straße führte am Kamm der Ozarks entlang nach Westen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Dies war „Hillbilly Country“, wie die Amerikaner sagen, das Land der rückständigen Hinterwäldler. Die Armut, die sich gewöhnlich im Zentrum der amerikanischen Großstädte findet, lag hier am Rand der Landstraße: heruntergekommene Hütten, Autowracks, Wäscheleinen, verwilderte Hunde, die kläffend an mein Auto heransprangen. Dazwischen aber, zwischen den kleinen Siedlungen, erstreckten sich mitunter zwanzig, dreißig Kilometer unbesiedelten Laubwaldes. Von den Höhen aus konnte man weit über das Land blicken: da schob sich ein bewaldeter Kamm hinter den anderen, bis an den Horizont heran, unterbrochen weder von Rodungen noch Hochspannungsmasten noch sonstigen Zeichen menschlicher Gegenwart. Dieser nördliche Teil von Arkansas, berühmt wegen seiner natürlichen Schönheit, war auch berüchtigt wegen des Rassismus‘ seiner Bewohner. In Harrison, der größten Stadt in einem Umkreis von 50 Kilometern, vertrieben im Jahr 1905 die weißen Bewohner in einem Akt ethnischer Säuberung ihre schwarzen Mitbürger, so dass auch heute, bei einer Einwohnerschaft von 12.000, weniger als 40 Personen afrikanischer Abstammung sind. Noch in die späten sechziger Jahre hinein gab es zahlreiche „Sundown Towns“ in den Ozarks, also Ortschaften, die jeden Schwarzen mit großen Schildern davor warnten, sich nach Sonnenuntergang in ihnen aufzuhalten. Es war wohl dieser Ruf „rassischer Bewusstheit“, samt der allgemeinen Unzugänglichkeit der Gegend, der die „Knights of the Ku Klux Klan“ dazu bewogen hatte, in den Ozarks ihr Hauptquartier zu errichten. Hier konnten sie sich sicher fühlen in einem Amerika, dass sich zunehmend seines rassistischen Erbes schämte.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Dennoch war es schwierig gewesen, Thom Robb über Telefon zu erreichen. Insgesamt zehn Mal hinterließ ich von Deutschland aus eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter des Anschlusses, den ich im Internet ausfindig gemacht hatte. Beim elfen Mal war ich betrunken. Ich kam um Mitternacht von einer Geburtstagsfeier nach hause, konnte kaum geradeaus sehen, und drückte aus Jux und Tollerei die Wahlwiederholung. Als sich nach kurzem Klingeln eine heisere Männerstimme meldete, war ich sofort nüchtern. Ich brachte stammelnd mein Anliegen vor, erhielt eine Email-Adresse, an die ich autobiographische Angaben schicken sollte — und hatte tatsächlich kurz darauf eine Antwort in meinem Postkasten mit einem Datum, einer Uhrzeit und einer Telefonnummer, die ich zwecks Wegbeschreibung anrufen sollte, sobald ich Harrison erreicht hatte.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Nun hatte ich Harrison erreicht. Ich lenkte das Auto auf den Parkplatz eines Schnellrestaurants und hatte einen Moment später die bekannte heisere Stimme am Ohr. Zum Ende der sehr langen und komplizierten Wegbeschreibung — es ging tatsächlich tief in die Wälder hinein, abseits aller auf der Karte verzeichneten Wege — wollte Thom Robb meinen Mitfahrer sprechen, um ihm gegenüber die Wegbeschreibung zu wiederholen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;„Doppelt hält besser“, sagte er. „Es ist ein verdammtes Labyrinth hier draußen.“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Ich erschrak. Ich hatte Thom Robb weder in meiner Email noch in meinem Telefonat etwas von einem Mitfahrer gesagt. Wollte er mich aushorchen? Vorab in Erfahrung bringen, ob ich alleine kam? Was hatte er mit mir vor?&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;„Mein Mitfahrer … ist bereits ausgestiegen“, log ich. „Er bleibt hier in Harrison und wartet auf mich.“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Wer sich in Gefahr begibt, kommt nicht unbedingt darin um, ganz sicher aber sieht er überall Gefährliches. Das einsame Haus mitten im Wald … der Polizist, den ich an der Kreuzung nach dem Weg fragte und dessen Augen hinter einer verspiegelten Sonnenbrille verborgen waren … die Holzfäller, die mir hinterherstarrten, so dass ich betroffen den Blick vom Rückspiegel nahm: all das waren böse Omen, wenn ich den Einflüsterungen meiner Angst Glauben schenkte, die sich aus Schauerromanen und Hollywoodfilmen speiste. Nach wenigen Kilometern wurde der Asphalt zu Schotter; die rötliche Piste wand sich durch dichten Laubwald steile Berge hinauf und hinab, ich durchfuhr Wasserläufe — Thom Robb hatte mir versichert, dass sie zu dieser Jahreszeit auch für gewöhnliche PKW passierbar seien — und kam nach etwa zwanzig Kilometern an ein Schild, das eine steile, unbefestigte Auffahrt markierte.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Oben, auf einer Lichtung schließlich, standen mehrere Gebäude, und zwischen ihnen, an drei Masten, wehten die Flaggen der Vereinigten Staaten, des Ku Klux Klan und der protestantischen Kirche. Wer jetzt überrascht ist, muss wissen, dass sich der Klan als christliche Organisation versteht; laut ihm ist Jesus allerdings nicht am Kreuz gestorben, um alle Menschen, sondern lediglich die europäischer Abstammung zu erlösen. In den Schriften des Ku Klux Klan kann man nachlesen, dass Jesus in Wirklichkeit kein Jude war, sondern der Sohn einer Germanin.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Die Geschichte des Ku Klux Klan ist zugleich die Geschichte einer historischen Niederlage, nämlich die des agrarischen, sklavenhaltenden Südens gegen den industriellen Norden der USA. Der amerikanische Bürgerkrieg endete am 23. Juni 1865; am 24. Dezember desselben Jahres schlossen sich sechs Veteranen der geschlagenen Armee zu einer Geheimorganisation zusammen, die sie nach dem dem griechischen „cyklos“ für Kreis und dem gälischen „clann“ für Sippe benannten. Das Ziel war, so drückte es der erste Vorsitzende und ehemalige Sklavenhändler Nathan Bedford Forrest aus, „die Nigger unten zu halten“. Und in der Tat: in den folgenden Jahrzehnten des Terrors, des Mordes, der Brandstiftung und Einschüchterung, gelang es dem Ku Klux Klan, die Afroamerikaner zwar nicht „unten zu halten“, sie aber so wirksam am gesellschaftlichen Aufstieg zu hindern, dass rund die Hälfte von ihnen den Süden verließ und in den „Great Migrations“ zwischen 1910 und 1970 nach Norden zog. Mehrfach wurde der Ku Klux Klan verboten, und mehrfach erlebte er nach juristischen Auseinandersetzungen seine Wiedergeburt.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Seinen Höhepunkt erreichte er in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als rund 15 Prozent der wahlberechtigten weißen Männer, also bis zu fünf Millionen Amerikaner, Mitglied in einer seiner zahlreichen Gruppierungen waren. Die Spitzkappen, die weißen Umhänge, die nächtlichen Versammlungen mit brennenden Holzkreuzen, die man auf das ganzen Welt mit dem Ku Klux Klan verbindet — all das weist auf eine melodramatische, ins Kitschige und Sentimentale verliebte Grundstimmung hin, wie sie ja auch den Nazis zu eigen war. Tatsächlich stammt die Symbolik des Klans nicht von ihm selber, sondern aus Hollywood: W. H. Griffiths Film „The Birth of a Nation“ des Jahres 1915, eine Apologetik des Ku Klux Klan und über zwei Jahrzehnte der erfolgreichste Kinofilm Amerikas, führte sie so bildmächtig ein, dass sie schließlich vom Klan selber übernommen wurden.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Der kleine Mann mit Bauch und Halbglatze, der mir über die Lichtung entgegenkam, war unverkennbar Thom Robb; ich hatte sein Photo oft genug im Internet gesehen. Kein Name findet sich dort öfters in Verbindung mit dem Schlagwort „Ku Klux Klan“, Bürgerrechtsorganisationen wie „Southern Poverty Law Center“ betrachten ihn als den inzwischen einflussreichsten und politisch gefährlichsten aller Klan-Führer. Er ist laut eigener Angaben im Jahr 1946 geboren, trat schon als Teenager rassistischen Organisationen bei, studierte Theologie in Colorado, wo er auch seine Weihe zum Priester erhielt. Er ist verheiratet, hat Kinder und Enkelkinder; zwei von ihnen, zwei halbwüchsige Mädchen, singen in einer Band, die sich „Arisches Erwachen“ nennt und, so steht es auf ihrer CD, „im ganzen Land auftritt, um den weißen Brüdern und Schwestern Kraft zu spenden.“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Außer Thom Robb schien sich niemand auf dem Gelände aufzuhalten; ob sich allerdings jemand in einem der Häuser verbarg, konnte ich natürlich nicht wissen. Wir tauschten ein paar Höflichkeitsformeln aus, dann ging ich ihm in die „Kirche“ voraus, einem schlichten Holzbau. Am hinteren Ende des Saals, der mit zwanzig oder dreißig Stühlen spärlich bestückt war, befand sich eine Kanzel, und hinter ihr, an der Wand, ein rot lackiertes Kreuz. Für das Interview waren seitlich ein paar Tische zusammengeschoben und zwei Stühle bereitgestellt. Für einen Moment gab es ein Missverständnis darüber, wo ich Platz zu nehmen hatte — bis ich begriff, dass ein paar Meter entfernt eine Kamera lief und ich in ihrem Sichtfeld sitzen sollte. Mehr als alles andere beruhigte mich dieser Umstand: er zeigte, dass er mich ebenso fürchtete wie ich ihn, wenn auch aus ganz anderen Gründen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;„Für einen so verhassten Mann sehen Sie recht harmlos aus“, begann ich.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Er lachte — geschmeichelt, wie ich meinte — und begann einen langwierigen Vortrag über die vielen Unterstellungen und Vorurteile, mit denen er zu kämpfen hatte. Ich kannte das alles schon zur Genüge; es war in der Hauptsache ein Aufguss alter Verschwörungstheorien, in denen die Freimaurer, der Zionismus, die „Rassenvermischung“ und der „Jahrhundertbetrug“, nämlich die „Lüge vom Holocaust“, prominente Rollen spielten. Seine Sprechweise war hastig und abgehackt, immer wieder unterbrochen von trockenen Hustenanfällen, für die er sich entschuldigte. Es lag ihm daran, dass ich ihn nicht für einen Raucher hielt.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;„Der Regen die letzten Tage, der hat mir das angehext“, wiederholte er mehrfach.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Ich brachte kaum ein Wort oder eine Frage dazwischen; wenn ich einmal mehr als zwei Sätze aneinanderreihte, wurde er sichtlich ungeduldig. Um sein Wohlwollen nicht zu verlieren, beschloss ich zu schweigen. Ich hatte inzwischen herausgehört, dass er mir aus zwei Gründen mehr vertraute als anderen Journalisten und deshalb überhaupt gestattet hatte, so weit zu ihm vorzudringen: ich war Deutscher und ihm so schon aus „rassischen Gründen“ sympathisch; und mehrere meiner Verwandten, wie sich leicht über das Internet herausfinden ließ, hatten hohe Ränge in der Wehrmacht bekleidet.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Je länger sein Vortrag dauerte, desto müder wurde ich. Ich dachte an den vergangenen Tag, an die lange Strecke, die ich zurückgelegt hatte, und die ich in ebensolcher Länge noch einmal vor mir hatte. Wenn ich das Auto nicht rechtzeitig zurückbrachte, musste ich für weitere 24 Stunden bezahlen. Es wurde zunehmend schwerer für mich, aufrecht sitzen zu bleiben. So tuend, als wolle ich den Aufnahmepegel des Rekorders im Blick behalten, lehnte ich mich ein wenig vor und stützte das Kinn auf der Hand ab; mehr Bequemlichkeit konnte ich mir schlecht gestatten, ohne Thom Robbs Missfallen zu erregen. Wieviel Zeit die Menschen wohl mit sinnlosem Zuhören verbrachten? Da begriff ich plötzlich, was mit ihm los war, mit einem Mal war ich hellwach und gegenwärtig. Dieser Mann, der mit monotoner Stimme eine absurde Anschuldigung auf die andere häufte, sich in endlosen düsteren Tiraden erging — hatte Angst, nichts als Angst. Seine Triebfeder war die Furcht vor dem Untergang. Irgendetwas, in seiner Kindheit, in seiner Jugend hatte ihm einen tödlichen Schrecken eingejagt, und diesem Schrecken suchte er zu entkommen, indem er sich in kaum verhohlenen Vernichtungsphantasien erging. Sein stammelndes Monologisieren, sein unruhiger Blick, sein trockenes Husten, das auf mich immer mehr wie ein nervöser Tick wirkte — das alles waren in Wahrheit die Symptome einer gequälten Psyche. Nun hatte er bereits sechzig Jahre hier auf Erden zugebracht und war seine Gespenster immer noch nicht los geworden. Nicht nur das — es hörte auch praktisch keiner auf ihn. Wer interessierte sich heutzutage noch für den Ku Klux Klan und seine angestaubten Theorien? Von dreihundert Millionen Amerikanern vielleicht ein paar Zehntausend. War diese „Kirche“, wie er sie nannte, nicht ein erbärmlicher Ort mit ihrer billigen Möblierung und den Plastikblumen? Wie ein geprügelter Hund hatte er sich hierhin, in einen der ärmsten und abgelegensten Winkel des Landes, flüchten müssen. Wovon lebte er? Wahrscheinlich den mageren Spenden, die eine Handvoll geistig Minderbemittelter Woche für Woche in seine Kirchenkasse warf.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Robb musste die Änderung in meiner inneren Haltung aufgefallen sein; denn plötzlich sprang er auf, zeigte mit dem Finger auf mich und rief glücklich:&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;„Sehen Sie, Sie beginnen mir zu glauben! Ich habe den Samen des Glaubens in Sie gepflanzt!“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Ich hatte nicht das Herz, ihm zu widersprechen. Zudem, auch das sei ganz ehrlich gesagt, rechnete ich mir einen Vorteil aus, wenn er mich für einen Halbbekehrten hielt. Denn keineswegs hatte ich vergessen, wo ich mich befand und wie verwundbar ich war. Es war ja nicht ausgemacht, dass sich seine Helfershelfer hier nicht doch irgendwo verbargen und eine unangenehme Überraschung für mich bereithielten. Je mehr mich Thom Robb für einen der Seinen hielt, desto sicherer durfte ich mich fühlen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Dieser Gedanke wurde einige Minuten später eindrucksvoll bestätigt. Ich hatte ihn nach seinen Feinden gefragt, von denen er auch innerhalb des Ku Klux Klan zahlreiche besaß; und er griff beiläufig in seine Hose, zog aber weder Schlüsselbund noch Taschentuch heraus, sondern eine kleine Pistole.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;„Die? Die kriegen das hier ab“, sagte er mit seiner heiseren Stimme.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Ich hatte inzwischen fast zwei Stunden mit ihm zugebracht; es war Zeit, an die Rückfahrt zu denken. Vorher wollte ich allerdings noch wissen, was sich in dem Gebäude links der Fahnen verbarg. Er führte mich quer über die Lichtung, schloss die Tür zu einem muffig riechenden Gang auf und ging mir voraus in die „Hauptverwaltung der Knights of the Ku Klux Klan“. Für einen Moment, als sich der Gang so verengte, dass meine Schulter die Wand berührte, packte mich die Angst. Wer würde meine Schreie hören? Wer mir zu Hilfe kommen?&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Das Hauptquartier war nichts als ein kleines, fensterloses Büro, in dem sich der Papierkram stapelte. An einem Regal hing eine Tüte mit der Aufschrift „Robe Orders“ — hier konnte man also die berühmten Gewänder des Ku Klux Klan bestellen. Ich machte noch ein paar Photos; dann verabschiedete ich mich und fuhr die holprige Strecke nach Harrison zurück.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Um an diesem Abend noch St. Louis zu erreichen, war es ja bereits zu spät; also machte ich Station in Branson, dem „familienfreundlichen Las Vegas“, wie die großen Werbetafeln an der Autobahn verkündeten, und ließ mich durch seinen neonblinkenden Irrsinn treiben. Später, kurz nach Mitternacht, sprang ich in den Pool meines Campingplatzes.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Das Böse, was ist das schon — dachte ich.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;Am nächsten Nachmittag gab ich das Auto zurück und traf mich mit einer Freundin, einer Schwarzen, zum Abendessen. Sie war in einer Kleinstadt im „Bootheel“ aufgewachsen, dem südlichsten Zipfel Missouris, der geographisch den Nordstaaten zugeordnet ist, kulturell aber schon zu den Südstaaten zählt. Als ich von meinem Besuch bei Thom Robb erzählte, begannen ihre Hände zu zittern.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;„Wenn die Klanmänner“, sagte sie schließlich, „durch die Straßen marschierten, was alle paar Monate der Fall war, dann sind wir runter in den Keller. Da hockten wir in der Dunkelheit, meine Mutter, mein Vater, meine Schwester und ich. Wir hörten die draußen brüllen. Wir beteten wie verrückt. Und dann am nächsten Tag erfuhr man, den haben sie erwischt, das Haus haben sie angezündet, dessen Leiche wurde irgendwo im Wald gefunden. Das ist jetzt über zwanzig Jahre her, aber es gibt Zeiten in meinem Leben, da wache ich immer noch jede Nacht schreiend auf.“&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-6546700566943810902?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6546700566943810902'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6546700566943810902'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2012/02/ku-klux-klan.html' title='Ku Klux Klan'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-5108643543259912478</id><published>2012-02-08T10:57:00.001+01:00</published><updated>2012-02-08T11:53:19.871+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thomas Mann'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Masturbation</title><content type='html'>Es wäre einmal interessant, das Verhältnis zwischen Masturbation und dem Erschaffen eines künstlerischen Werks zu untersuchen. &amp;nbsp;Beides sind einsame Akte, in der der intimsten Phantasie eine wesentliche Rolle zukommt. Glaubt man den Tagebüchern Thomas Manns, dann war er ein großer Onanist. Allerdings lebte er auch in einer sexuell unglücklichen Beziehung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkenswert auch: Alle tuns, alle schämen sich dafür, keiner/keine redet drüber.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-5108643543259912478?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/5108643543259912478'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/5108643543259912478'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2012/02/masturbation.html' title='Masturbation'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-8881390206526979197</id><published>2012-02-08T09:12:00.002+01:00</published><updated>2012-02-08T12:02:09.098+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Julien Green'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nationalsozialismus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><title type='text'>Ein paar Notizen zur Leere</title><content type='html'>Die Leere ist der Satan, schreibt der große französische Schriftsteller Julien Green sinngemäß in einem seiner Tagebücher. Er schildert Abende, an denen er ziellos durch seine Pariser Wohnung wandert, nicht wissend, was er mit sich selber anfangen soll. Er lässt schließlich, die Leere nicht mehr ertragend, alle Vorsätze fallen, geht runter auf die Straße und macht sich auf die Suche nach schnellem Sex.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Green war homosexuell und zugleich ein gläubiger Katholik, der als junger Mann zum römischen Bekenntnis konvertiert war. Er hatte ein verbissenes Gesicht, als habe er Tag und Nacht die Kiefernmuskeln angespannt. Seine Sexualität war eines seiner Lebensprobleme. Er konnte den Konflikt zwischen seinen Wünschen und seinen eigenen Ansprüchen nicht lösen. Er wurde fast hundert Jahre alt. Hätte er sich doch freien Lauf gelassen, er hätte ein besseres Leben gehabt. Aber so etwas ist schnell und leicht gesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Teufel: An anderer Stelle schreibt Julien Green, wie er einmal als junger Mann mit seinem Cousin am Esstisch saß. Der Cousin war noch ein Kind, vielleicht acht oder neun Jahre alt. Er fragte Julien nach dem Teufel. Julien antwortete (ich zitiere wieder sinngemäß aus dem Gedächtnis):&lt;br /&gt;"Der Teufel kann jede Gestalt annehmen, die er möchte. Ich gehe jetzt aus dem Zimmer. Wenn sich die Tür wieder öffnet, wird der Teufel eintreten. Er wird so aussehen wie ich, so sprechen wie ich, sich so bewegen wie ich. Er wird sogar abstreiten, der Teufel zu sein. Er wird darüber lachen, dass du ihn für den Teufel hältst. Aber es wird der Teufel sein, der jetzt gleich eintritt."&lt;br /&gt;Julien verließ das Zimmer, wartete einen Moment draußen auf dem Flur, betrat es wieder und begrüßte seinen Cousin höflich. Der Cousin, so schreibt er, wurde fast wahnsinnig vor Angst und konnte lange nicht beruhigt werden. Er nahm sich dann Jahre später das Leben, aus Gründen, die nichts mit seinem damaligen Erlebnis zu tun hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stephane Roussel, eine französische Journalistin, schreibt in "Die Hügel von Berlin" von einem SS-Offizier, dem sie im Zug im nationalsozialistischen Deutschland begegnete. Sie stehen - so schildert es mir meine Erinnerung - am Gangfenster und rauchen eine Zigarette. Sie fragt ihn ein bisschen aus, nach seinem Werdegang, nach seinen Gründen für den Eintritt in die SS:&lt;br /&gt;"Diese entsetzliche Leere in den Jahren der Republik...ich war ziellos...dann trat ich in die SS ein. Seitdem verfolgt mich die Leere nicht mehr."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder ein Zitat: "Wenn man nicht weiß, was man mit seinen Fingern tun soll, raucht man eine Zigarette; wenn man nicht weiß, was man mit seinem Geist tun soll, liest man den &lt;i&gt;Spiegel&lt;/i&gt;." Bei mir ist es nicht der &lt;i&gt;Spiegel&lt;/i&gt;, sondern die &lt;i&gt;New York Times&lt;/i&gt;. Keine schlechte Zeitung, bestimmt nicht; doch wenn ich nach Stunden obsessiven Lesens aus dem Sprachnebel auftauche, habe ich immer das Gefühl, Zeit verschwendet zu haben. Die Uhr tickt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Goethe, der ja unfassbar produktiv war, heißt es, er habe sich oft gelangweilt; für Peter Zadek, den großen Theaterregisseur, war die Langeweile einer der Flüche seines Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist es am besten, die Leere zu ertragen, bis die Fülle zurückkehrt. Das wäre dann wie bei der Welle, der immer ein Tal vorausgeht. Einfach still sitzen und warten. Am Neckar, in dessen Nähe ich aufgewachsen bin, kann man Schleusen bei der Arbeit beobachten: Das Schiff fährt in die Kammer, das Tor schließt sich. In die leere Kammer schießt das Wassser ein. Sie füllt sich. Das Tor öffnet sich. Die Fahrt geht weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-8881390206526979197?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/8881390206526979197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/8881390206526979197'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2012/02/ein-paar-notizen-zur-leere.html' title='Ein paar Notizen zur Leere'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-6263028600040345886</id><published>2012-01-23T10:57:00.000+01:00</published><updated>2012-02-08T11:26:43.055+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sinn'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Etzioni'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Der Sinn des Lebens</title><content type='html'>Der berühmte deutsch-amerikanische Soziologe Amitai Etzioni im Interview mit „The European“: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;The European&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Was verleiht dem Leben Sinn?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Etzioni&lt;/i&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Drei Dinge. Erstens: dauerhafte und tiefe Beziehungen zu anderen Menschen, zur Familie, zu Freunden. Zweitens: schöngeistige Tätigkeiten wie das Lesen, Musikhören oder Malen. Und drittens: soziales und politisches Engagement, der Dienst an der Gemeinschaft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;(gekürzt und übersetzt von mir)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-6263028600040345886?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6263028600040345886'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6263028600040345886'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2012/01/der-sinn-des-lebens.html' title='Der Sinn des Lebens'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-5943254299009590800</id><published>2012-01-23T10:50:00.000+01:00</published><updated>2012-01-25T06:22:38.912+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Moral'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbrechen'/><title type='text'>Dem Reinen ist alles rein</title><content type='html'>Als ich in der ersten Klasse war, lauerte mir ein älterer Junge, er war vielleicht acht oder neun Jahr alt, regelmäßig auf dem Nachhauseweg auf, packte mich und warf mich grundlos zu Boden.&lt;br /&gt;Möglicherweise suchte ich ein Ventil für meine ohnmächtige Wut, möglicherweise war ich einfach nur auf den Geschmack gekommen: Jedenfalls begann ich nun meinerseits, einen schwächeren Jungen, der in meine Klasse ging, von hinten anzuspringen. Die Angst in seiner Stimme gefiel mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind die Guten, vor denen man sich fürchten muss, die, die nichts von den Abgründen in ihrem eigenen Herzen wissen. Sie werden das Böse nur außerhalb ihrer selbst erkennen und deshalb gegen seine Vernichtung nichts einzuwenden haben.&lt;br /&gt;In seinem außergewöhnlichen Buch &lt;i&gt;War Is A Force That Gives Us Meaning&lt;/i&gt; schildert der amerikanische Kriegsreporter Chris Hedges Szenen aus der Hölle. Er war in Sarajewo, er war in Ruanda, er war im Gaza-Streifen. Und immer, so schreibt er, waren es die Visionäre, die Idealisten, die von der eigenen Reinheit Überzeugten, die die schlimmsten Verbrechen begingen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch im Moment, da sie mit dem Bajonett zustoßen, glauben sie, die Welt dem Paradies näher zu bringen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-5943254299009590800?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/5943254299009590800'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/5943254299009590800'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2012/01/dem-reinen-ist-alles-rein.html' title='Dem Reinen ist alles rein'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-1335504573215956688</id><published>2012-01-20T10:01:00.002+01:00</published><updated>2012-01-23T10:24:20.215+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Afghanistan'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pakistan'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Taliban</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-cVX8WcnCCJA/TxketbC3jZI/AAAAAAAAAgo/d2CVq5HwJ-c/s1600/rudolfvonwaldenfels_pathan.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/-cVX8WcnCCJA/TxketbC3jZI/AAAAAAAAAgo/d2CVq5HwJ-c/s400/rudolfvonwaldenfels_pathan.jpg" width="262" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="" style="clear: both; text-align: left;"&gt;Wenn ich den dreien heute begegnen würde, würde ich höflich grüßen und ansonsten sehen, dass ich Land gewinne; vor 15 Jahren aber bewunderte ich die Paschtunen, zu denen diese Männer gehörten. Ihre stolze Unabhängigkeit beeindruckte mich. Weder die britische, noch die sowjetische Armee hatte sie unterwerfen können, ebensowenig wie die der Amerikaner einige Jahre später.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="" style="clear: both; text-align: left;"&gt;Solange es mein Visum zuließ, lebte ich in einem paschtunischen Dorf im westlichen Pakistan, nicht weit von der afghanischen Grenze. Ich kaufte einem alten Mann einen Turban ab und ließ mir das Schießen beibringen. Nachts schlief ich in der Koranschule, einem einfachen Gebäude aus Lehm, in dessen Wände Kerzennischen eingelassen waren. Jeden Morgen wurde ich - wie alle im Dorf - vom Muezzin geweckt: Allahu akbar, Gott ist größer.&amp;nbsp;Wenig später kam ein Koranschüler, der mir, geschickt vom Imam, Brot, Tee und einen Eimer eisig kalten Wassers brachte. Die Lieder der Koranschüler, die sie vormittags im Chor zu singen hatten, sind mit das Schönste, was ich je gehört habe. Nachts, wenn ich vom Besuch in einem der Häuser durch das dunkle Dorf zur Koranschule zurücklief, stand ein riesiger Sternenhimmel über den Lehmmauern. Die Gerüche in den engen Gassen waren dann intensiver als tagsüber - betörender, denn ich fühlte mich glücklich wie nie.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Heute ist mir der Erinnerung peinlich - an meine naive Begeisterung für alles Fremde. Es stimmt schon: Nach einer Weile begreift man, dass die Menschen überall im Wesentlichen gleich sind. Man begegnet am Ende immer sich selber.&amp;nbsp;Solange man das nicht weiß, solange man in dem kindlichen Glauben lebt, das Wunderbare, das Unerhörte liege um die nächste Wegbiegung, solange bewegt man sich in einem poetischen Universum, in der Eichendorffschen Welt des "Taugenichts".&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;Irgendwann legt man das ab - muss man es ablegen. Man tut es aber nicht ohne Wehmut.&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-tdRl5p72-Fo/Txkef6CISyI/AAAAAAAAAgg/VGdARjvlQSM/s1600/rudolfvonwaldenfels_pashto.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="260" src="http://2.bp.blogspot.com/-tdRl5p72-Fo/Txkef6CISyI/AAAAAAAAAgg/VGdARjvlQSM/s400/rudolfvonwaldenfels_pashto.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-1335504573215956688?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/1335504573215956688'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/1335504573215956688'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2012/01/taliban.html' title='Taliban'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-cVX8WcnCCJA/TxketbC3jZI/AAAAAAAAAgo/d2CVq5HwJ-c/s72-c/rudolfvonwaldenfels_pathan.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-5675773127175031883</id><published>2012-01-10T05:49:00.004+01:00</published><updated>2012-01-10T05:50:24.320+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Monet</title><content type='html'>&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-jm2-_8Ebbmk/Twu_G8KyYgI/AAAAAAAAAgM/3zMEvkrA_uA/s1600/RudolfvWaldenfels_Monet.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="186" src="http://4.bp.blogspot.com/-jm2-_8Ebbmk/Twu_G8KyYgI/AAAAAAAAAgM/3zMEvkrA_uA/s400/RudolfvWaldenfels_Monet.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;© www.zeno.org&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Noch als alter Mann, der nach Jahren der Armut und Entbehrung weltberühmt geworden war, durchlitt Monet immer wieder Phasen der Arbeitsdepression. Er zerstörte gerade fertig gestellte Bilder, die nicht seinen Ansprüchen genügten, und beschimpfte sich selber als "Schwein".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man seine "Seerosen" in einer ihrer Variationen im Original sieht, möchte man das kaum glauben, so leicht, so licht sind diese Bilder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-5675773127175031883?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/5675773127175031883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/5675773127175031883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2012/01/monet.html' title='Monet'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-jm2-_8Ebbmk/Twu_G8KyYgI/AAAAAAAAAgM/3zMEvkrA_uA/s72-c/RudolfvWaldenfels_Monet.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-6863323092582130219</id><published>2012-01-06T08:50:00.003+01:00</published><updated>2012-01-06T10:16:07.668+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Indien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Freundschaft'/><title type='text'>Was mir ein älterer Herr vor ein paar Monaten im Zug erzählte</title><content type='html'>"Es war Ende der 60er Jahre. Damals war ich jung; heute bin ich alt. Ich studierte in Heidelberg und hatte mich mit einem jungen Inder angefreundet, dem Sohn eines echten Maharadschas. Wir gehörten zu einem ganzen Kreis von jungen, wohlhabenden Studenten, die aus der sogenannten 3. Welt stammten. Ich war der einzige Deutsche unter ihnen und auch der einzige, der aus einfachen Verhältnissen stammte. Wie das alles gekommen war, wie wir uns angefreundet hatten, wie ich mit den anderen finanziell mithalten konnte - all das weiß ich nicht mehr. Ich nehme an, dass ich von ihnen eingeladen wurde, wenn wir essen gingen oder an den Wochenenden Ausflüge unternahmen. Egal. Ich war jedenfalls mitten dabei und fühlte mich sehr wohl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rajan, so hieß der Sohn des Maharadschas, war noch sehr jung, gerade erst 18 oder 19. Sein Vater hatte ihm eine Villa auf der Neckarseite gegenüber dem Schloss gemietet, das man auch aus den Fenstern des oberen Stockwerks sehen konnte. Wer Heidelberg nicht kennt: Schöner und teurer kann man in dieser Stadt nicht wohnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rajan war mädchenhaft zart mit großen braunen Augen, schwarzem, immer genau gescheiteltem Haar, schneeweißen Zähnen. Er hatte lange, schmale Hände. Eigentlich war er noch gar kein junger Mann, sondern immer noch ein Kind, ein empfindsames und dabei hochintelligentes Kind. Seine Stimme war kaum tiefer als die einer älteren Frau; manchmal, wenn er aufgeregt und lachend von etwas berichtete, kiekste sie. Trotz seiner Zartheit schlug in ihm das Herz eines Abenteurers: Er besaß ein kleines Propellerflugzeug, mit dem er uns manchmal an den Wochenenden Kunststücke verführte, ziemlich gefährliche Kunststücke. Wir fuhren alle gemeinsam hinaus zu dem kleinen Flughafen in der Rheinebene, und er schlug vor unseren Augen mit seinem Flugzeug Purzelbäume in der Luft oder stellte den Motor aus, um ihn kurz vor dem Aufschlagen wieder anzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch bemerkenswerter an Rajan fand ich, dass er bereits verheiratet war. Seine Frau, ebenso zart und schön wie er, ebenso braunäugig und schwarzhaarig, stammte aus derselben weitverzweigten indischen Adelsfamilie, war aber trotzdem nur entfernt blutsverwandt mit ihm. Die beiden waren gleichalt und kannten sich bereits seit der Kindheit. Sie studierte ebenfalls, ich glaube Kunstgeschichte. Ihr Name war Surya, was, so weit ich weiß, "Sonne" heißt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines Abends lagen wir alle, der ganze Freundeskreis, zu zehnt oder fünfzehnt auf dem Teppichboden im Wohnzimmer der Villa und hörten Musik. Dies waren die 60er Jahre, also lagen wir alle sehr eng aneinander, ohne Rücksicht auf die verschiedenen Beziehungen und Bindungen, die zwischen einzelnen bestanden.&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Ich schmiegte mich von hinten an Surya, die&amp;nbsp;sich&amp;nbsp;wiederum an jemand anderen schmiegte, nicht ihren Mann allerdings. Rajan lag irgendwo ganz woanders. Von hinten umarmte mich ein Musikstudent, der später ein bekannter Opernregisseur wurde. Auf uns allen lagen Decken, die wir im ganzen Haus zusammengesucht hatten und von denen manche nach Mottenpulver rochen. Vielleicht war es draußen schon dunkel, ich weiß es nicht mehr. An das Mottenpulver kann ich mich jedenfalls noch gut erinnern; auch wenn ich heute noch Mottenpulver rieche, fühle ich einen Stich im Magen.&lt;br /&gt;Die Musik war indisch, glaube ich. Sirtar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann bemerkte ich, dass es Surya angenehm war, so dicht an mir zu liegen. Man spürt so etwas ja. Also fing ich an, ihren Körper, ganz vorsichtig zunächst, mit einer Hand unter der Decke zu erkunden: Erst ihren Nacken, dann ihre Schultern und so weiter. Ich wurde immer mutiger und schob eine Hand unter ihre Hose und auf ihren nackten Hintern. Sie kniff die Pobacken zusammen, so heftig und abwehrend, dass ich meine Hand sofort zurückzog. Ich drehte mich auf den Rücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Tage später saß ich alleine mit Rajan im Wohnzimmer. Draußen war es hell, Mittag oder Nachmittag. Wir unterhielten uns. Plötzlich brach Rajan in Tränen aus. Surya habe ihm gestanden, dass sie mich liebe und dass sie mit mir schlafen wolle. Er wisse nicht, was er tun solle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erschrak zu Tode. Draußen, vor den großen Fenstern der Villa sah man eine Straße, die abwärts zum Neckar führte. Links und rechts standen weitere Villen, von denen eine einen Kindergarten beherbergte. Dort kam gerade eine Gruppe von kleinen Kindern heraus auf die Straße, angeführt von der Kindergärtnerin. Der Himmel war bewölkt, aber es war Sommer, es war warm draußen. Ich wusste plötzlich, dass all das jetzt für mich zu Ende war: die Freundschaft mit Rajan, die wunderbaren Wochenenden, die wir zusammen verbracht hatten, die verrückten Flugkunststücke, der Blick hier aus der Villa heraus, auch dieser Tag, diese Kinder, die gerade aus dem Kindergarten herauskamen - ich würde alles verlieren, alles würde vergehen, am Ende würde nichts bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir kamen meinerseits die Tränen. Ich kniete tatsächlich vor Rajan nieder und flehte ihn an, mich nicht zu verlassen, mir nicht die Freundschaft aufzukündigen. Ich schwor ihm, dass er sich auf mich verlassen könne, dass ich mit Surya niemals etwas anfangen, ihr von nun an aus dem Weg gehen würde. Ich könne auf seine Freundschaft nicht verzichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch schon ein paar Tage später zogen er und Surya weg, in irgendeine Universitätsstadt in England oder in den USA. Unser Freundeskreis, dessen Zentrum Rajan gewesen war, brach auseinander. Ein Semester später zog ich ebenfalls weg, nach München, und studierte dort zu Ende."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-6863323092582130219?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6863323092582130219'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6863323092582130219'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2012/01/was-mir-ein-alterer-herr-vor-ein-paar.html' title='Was mir ein älterer Herr vor ein paar Monaten im Zug erzählte'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-3107494969501080296</id><published>2012-01-03T08:54:00.000+01:00</published><updated>2012-01-03T09:00:56.816+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbrechen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amerika'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Indianer'/><title type='text'>Indianer</title><content type='html'>George Washington:&lt;br /&gt;Das unmittelbare Ziel ist die totale Zerstörung und Verwüstung ihrer Siedlungen. Man muss ihre Anpflanzungen zerstören und verhindern, dass sie weiterhin Ackerbau betreiben können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Benjamin Franklin:&lt;br /&gt;Da es offenbar Wille der Vorsehung ist, dass diese Wilden ausgelöscht werden, um [uns] Platz zu machen, scheint Rum [...] ein angemessenes Mittel zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Thomas Jefferson:&lt;br /&gt;Diese unglückselige Rasse, die zu retten und zivilisieren wir uns so außerordentliche Mühe gemacht haben, hat durch ihren unerwarteten Verrat und ihre blutrünstige Barbarei die eigene Vernichtung auf sich gerufen und erwartet nun unsere Entscheidung über ihr Schicksal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Präsident Andrew Jackson:&lt;br /&gt;Die Entdeckung Amerikas durch die Europäer hat [uns] das Recht gegeben, den Anspruch der Indianer auf dieses Land zu annullieren, entweder durch Kauf oder durch Eroberung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Präsident Theodore Roosevelt:&lt;br /&gt;Siedler und Pionier hatten das Recht auf ihrer Seite; dieser großartige Kontinent konnte nicht einfach das Jagdrevier schmutziger Wilder bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;General Philip Sheridan, der für das Massaker an über 100 Frauen und Kindern der Cheyenne  verantwortlich zeichnete:&lt;br /&gt;Die einzig guten Indianer, die ich je gesehen habe, waren tot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;aus&amp;nbsp;"&lt;a href="http://www.amazon.de/Arm-Reich-Schicksale-menschlicher-Gesellschaften/dp/3596172144/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;qid=1325577476&amp;amp;sr=8-1"&gt;Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften&lt;/a&gt;" von Jared Diamond&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-3107494969501080296?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/3107494969501080296'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/3107494969501080296'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2012/01/indianer.html' title='Indianer'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-9012575660238076083</id><published>2011-12-29T08:36:00.000+01:00</published><updated>2012-01-01T13:52:25.772+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutschland'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ernst Jünger'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><title type='text'>Höhere Kräfte</title><content type='html'>Die Fußgängerampel schaltete auf grün, also rannte ich los. Ich konnte drüben, auf der anderen Seite der Schnellstraße, das Geschäft sehen, das in einer, in zwei Minuten schließen würde. Wenn ich es dort nicht rechtzeitig durch die Tür schaffte, würde ich den Laptop nicht fristgerecht zurückgeben können -- möglicherweise ein Verlust von 600 Euro. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;600 Euro: da vergisst man schon mal, nach links zu schauen. Ich tat es trotzdem und konnte mich eben noch bremsen, als ein Lieferwagen mit 80 oder 100 Stundenkilometern trotz roter Ampel über die Kreuzung raste. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Blick nach links rettete mein Leben. Was aber bewog mich, den Kopf zu wenden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Ernst Jünger hätte vermutet, dass da höhere Kräfte im Spiel waren, schicksalhafte Kräfte. Ich besuchte ihn ein halbes Jahr vor seinem Tod. So sehr ich ihn bewunderte, so sehr ärgerte ich mich auch über ihn; ich wünschte ihn mir anders, als er war. Da die Liebe in seinen Büchern keine Rolle spielt, eine Tatsache, die zum Himmel schrie, schrieb ich ein paar Zeilen über die Liebe und ihre Bedeutung für mich auf ein Blatt Papier. Das gab ich seiner Frau, als sie mir die Tür öffnete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gespräch mit Jünger kam über Höflichkeiten nicht hinaus. Dennoch war es ein Erlebnis für mich. Die deutsche Literatur seit dem 2. Weltkrieg sagte mir nichts; Ernst Jünger aber war der letzte Zeuge jener großen Kunstepoche, die um die Jahrhundertwende begonnen und bis in die späten 40er Jahre hinein angehalten hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihm die Hand zu schütteln, hieß zugleich auch Hesse, Kafka, Mann, Freud, Rilke, Döblin die Hand zu schütteln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-9012575660238076083?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/9012575660238076083'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/9012575660238076083'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/hohere-krafte.html' title='Höhere Kräfte'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-8018168355358705163</id><published>2011-12-28T09:09:00.001+01:00</published><updated>2011-12-28T09:09:33.084+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nationalsozialismus'/><title type='text'>Hilde Coppi</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-avlvIJRFUCk/TvrOhBuDCJI/AAAAAAAAAgE/gKNFRmdjcDo/s1600/Hilde+Coppi.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-avlvIJRFUCk/TvrOhBuDCJI/AAAAAAAAAgE/gKNFRmdjcDo/s1600/Hilde+Coppi.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Das ist Hilde Coppi, eine Widerstandskämpferin zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie wurde mit ihrem Mann am 12. September 1942 verhaftet. Am 22. Dezember richtete man Hans Coppi hin. Ihr gewährte man Aufschub bis zum 5. August 1943. &lt;br /&gt;Warum?&lt;br /&gt;Sie hatte im November,  in der Haft, einen Sohn geboren und durfte ihn stillen.&lt;br /&gt;Diese Frau hat also, in dem Wissen, in Kürze guillotiniert zu werden, ihr Kind jeden Tag gebettet, gewickelt, es in den Schlaf gesungen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-8018168355358705163?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/8018168355358705163'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/8018168355358705163'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/hilde-coppi.html' title='Hilde Coppi'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-avlvIJRFUCk/TvrOhBuDCJI/AAAAAAAAAgE/gKNFRmdjcDo/s72-c/Hilde+Coppi.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-3284184499138276653</id><published>2011-12-27T07:03:00.001+01:00</published><updated>2011-12-27T07:12:00.607+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutschland'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nationalsozialismus'/><title type='text'>Theresienstadt</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-gsQ9-DuKnRE/TvlfLvk5BlI/AAAAAAAAAfs/Io9S9us9St4/s1600/Gabriele+von+Waldenfels+Theresienstadt.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="313" src="http://4.bp.blogspot.com/-gsQ9-DuKnRE/TvlfLvk5BlI/AAAAAAAAAfs/Io9S9us9St4/s400/Gabriele+von+Waldenfels+Theresienstadt.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial; font-size: xx-small;"&gt;© &lt;a href="http://www.ghetto-theresienstadt.de/pages/w/waldenfelsg.htm"&gt;Theresienstadt-Lexion&lt;/a&gt;; aus dem Prominentenalbum der Jüdischen Selbstverwaltung 1944&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Haus, in dem ich wohne, hat ein Großonkel nicht lange nach dem Krieg hier oben auf die Lichtenberger Burgruine bauen lassen. Das Geld dazu, er selber war durch Kriegsschäden bettelarm, stammte von einer jüdischen Tante.&amp;nbsp;Sie war in Theresienstadt eingesperrt gewesen und hätte die Jahre im Konzentrationslager ohne meinen Großonkel wohl nicht überlebt. Er kämpfte, so es ihm möglich war, von draußen für sie. Aus Dankbarkeit setzte sie ihn als ihren Alleinerben ein.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Woher aber stammte ihr Geld? Ihr Großvater war Baron Moritz von Hirsch auf Gereuth, ein seinerzeit berühmter jüdischer Mäzen und Förderer des Zionismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er wiederum hatte sein Geld vor allem als Financier der Eisenbahnlinie verdient, die Wien mit Istanbul verband. Auf ihr verkehrten die Züge, die unter dem Namen "Orient Express" berühmt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Großonkel übrigens war deutsch-national, ein führender Vertreter des "Stahlhelms". Er war mit dem militärischen Widerstand gegen Hitler verbunden. Man vergisst heute leicht, dass noch einmal Welten lagen zwischen den strammen Rechten und den Nationalsozialisten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-3284184499138276653?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/3284184499138276653'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/3284184499138276653'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/theresienstadt-lexion-aus-dem.html' title='Theresienstadt'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-gsQ9-DuKnRE/TvlfLvk5BlI/AAAAAAAAAfs/Io9S9us9St4/s72-c/Gabriele+von+Waldenfels+Theresienstadt.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-5990144320823691220</id><published>2011-12-20T08:29:00.002+01:00</published><updated>2011-12-20T08:38:44.286+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbrechen'/><title type='text'>Krieg</title><content type='html'>Der Historiker William Manchester in einer autobiographischen Schilderung des 2. Weltkriegs (aus: Chris Hedges, &lt;i&gt;War Is A Force That Gives Us Meaning&lt;/i&gt;):&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Nicht nur war er der erste japanische Soldat, auf den ich schoss; er war auch der erste, an den ich so nahe herankam. Er war dick wie ein Rotkehlchen und hatte ein Mondgesicht, der kleine, runde Mann. Seine kurzen Beine steckten in ausgebleichtem Khakistoff, der Rest war in eine viel zu enge Uniform gequetscht. Im Gegensatz zu mir trug er einen Stahlhelm. Aber ich hatte von ihm nichts zu befürchten. Sein Arisaka-Gewehr war hinten am Rücken verstaut, in einem Scharfschützenaufsatz, und in der Halteschlinge des Aufsatzes hatte sich der Japaner verfangen. Er konnte seine Arme nicht befreien. Er rollte mit den Augen vor Angst. Er begriff, dass er sich nicht würde verteidigen können und stolperte rückwärts in eine Ecke.&amp;nbsp;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Mein erster Schuss hatte ihn verfehlt, aber der zweite traf eine Hauptschlagader. Sein linker Oberschenkel blühte auf und wurde zu Matsch. Eine Blutwelle schoss aus der Wunde; dann noch eine. Das Blut strömte die Beine herab und sammelte sich auf dem Erdboden. Stumm blickte er es an. Er tauchte seine Hand hinein und schmierte es sich an die Wange. Seine Schultern zogen sich krampfartig hoch, als habe ihm jemand kräftig auf den Rücken gehauen. Dann gab er einen lauten Furz von sich, fiel in sich zusammen und starb. Ich hörte nicht auf zu feuern und verschwendete auf diese Weise Regierungseigentum.&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-5990144320823691220?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/5990144320823691220'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/5990144320823691220'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/krieg.html' title='Krieg'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-3704601403113909827</id><published>2011-12-19T07:32:00.001+01:00</published><updated>2012-02-08T11:52:47.010+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Villon'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zech'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pornographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Heulen und Zähneklappern</title><content type='html'>&lt;i&gt;Ich schrie mir schon die Lungen wund nach deinem heißen Leib&lt;br /&gt;du Weib.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Zeilen, die nicht von Villon stammen, sondern von Paul Zech, der sie im vergangenen Jahrhundert Villon untergejubelt hatte -- diese Zeilen versetzen jeden Puritaner in Angst und Schrecken. Da mögen sich die Pornographen ins Fäustchen lachen; doch wenn sie einen Funken Selbsterkenntnis besitzen, werden sie selber blass. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heftige, leidenschaftliche, sich bis zum Wahnsinn steigernde Begehren eines anderen Menschen schließt immer dessen ganze Person ein. Während sich die Puritaner vor dem Körper fürchten, fürchten sich die Pornographen vor der Seele. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide wollen Liebe ohne Risiko. Der eine die Liebe ohne das Risiko, das das Feuer der körperlichen Nähe mit sich bringt. Der andere ohne das Risiko, das das Feuer der seelischen Nähe mit sich bringt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-3704601403113909827?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/3704601403113909827'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/3704601403113909827'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/heulen-und-zahneklappern.html' title='Heulen und Zähneklappern'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-7242298285172483037</id><published>2011-12-16T15:52:00.001+01:00</published><updated>2011-12-19T07:35:25.854+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weimar'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutschland'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Hans Baluschek</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-KyEQfaE_dHA/TuwgskieW3I/AAAAAAAAAeU/MgPR3osibq4/s1600/Baluschek_Mondfahrt.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-KyEQfaE_dHA/TuwgskieW3I/AAAAAAAAAeU/MgPR3osibq4/s1600/Baluschek_Mondfahrt.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bekannt ist er heute - wenn überhaupt noch - als der Illustrator von "Peterchens Mondfahrt"; doch der 1870 in Breslau geborene und 1935 in Berlin gestorbene Hans Baluschek war ein seinerzeit durchaus prominenter Grafiker, dem die Nazis gleich nach der Machtergreifung Berufsverbot erteilten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Seine Bilder werden dem Realismus zugeordnet, haben aber immer wieder etwas Traumartiges, fast Surreales. Sie stellen oft Szenen aus dem Berliner Arbeitermilieu dar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die folgenden Bilder sind gemeinfrei; anklicken vergrößert sie. Weitere kann man sich &lt;a href="http://www.zeno.org/Zeno/0/Suche?q=baluschek&amp;amp;k=Gem%C3%A4lde" target="_blank"&gt;hier&lt;/a&gt;&amp;nbsp;in der großartigen Digitalen Bibliothek ansehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-W38QLTRwcwo/Tuwls_a8SHI/AAAAAAAAAe8/uiJQKDGPdGo/s1600/Baluschek+Kriegswinter.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-W38QLTRwcwo/Tuwls_a8SHI/AAAAAAAAAe8/uiJQKDGPdGo/s320/Baluschek+Kriegswinter.jpg" width="203" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-mtxYHdgwFFo/TuwlqiyXVpI/AAAAAAAAAe0/CdtA68Qmtr0/s1600/Baluschek+Hier+ko%25CC%2588nnen+Familien+Kaffee+kochen.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="214" src="http://2.bp.blogspot.com/-mtxYHdgwFFo/TuwlqiyXVpI/AAAAAAAAAe0/CdtA68Qmtr0/s320/Baluschek+Hier+ko%25CC%2588nnen+Familien+Kaffee+kochen.jpg" style="cursor: move;" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-rpqskT_Eco4/TuwlmLyibuI/AAAAAAAAAeg/WXwIJs3Rc1Q/s1600/Baluschek+Das+Ho%25CC%2588hrrohr.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="218" src="http://4.bp.blogspot.com/-rpqskT_Eco4/TuwlmLyibuI/AAAAAAAAAeg/WXwIJs3Rc1Q/s320/Baluschek+Das+Ho%25CC%2588hrrohr.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-2MicAEN3oyA/Tuwlk1xxhtI/AAAAAAAAAec/161j2e4hoYA/s1600/Baluschek+Berliner+Rummel+.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-2MicAEN3oyA/Tuwlk1xxhtI/AAAAAAAAAec/161j2e4hoYA/s320/Baluschek+Berliner+Rummel+.jpg" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-mtxYHdgwFFo/TuwlqiyXVpI/AAAAAAAAAe0/CdtA68Qmtr0/s1600/Baluschek+Hier+ko%25CC%2588nnen+Familien+Kaffee+kochen.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-jX7z9SM8w-Q/TuwlnbvdeXI/AAAAAAAAAes/gKgxG3kUkas/s1600/Baluschek+Die+Auswandernden.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-jX7z9SM8w-Q/TuwlnbvdeXI/AAAAAAAAAes/gKgxG3kUkas/s320/Baluschek+Die+Auswandernden.jpg" width="251" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-UE38AUsWTZs/TuwluKS749I/AAAAAAAAAfE/4PlWRZCJu2k/s1600/Baluschek+Mittag+bei+Borsig.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-UE38AUsWTZs/TuwluKS749I/AAAAAAAAAfE/4PlWRZCJu2k/s320/Baluschek+Mittag+bei+Borsig.jpg" width="218" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-0-hfWiw_WeA/TuwlwJVnnAI/AAAAAAAAAfM/4ro8L-ocURM/s1600/Baluschek+Sonntagslust.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-0-hfWiw_WeA/TuwlwJVnnAI/AAAAAAAAAfM/4ro8L-ocURM/s320/Baluschek+Sonntagslust.jpg" width="169" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-cJqXIkswbqY/TuwlxRKXVNI/AAAAAAAAAfU/bga--UpkOk0/s1600/Baluschek_Feierabend.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-cJqXIkswbqY/TuwlxRKXVNI/AAAAAAAAAfU/bga--UpkOk0/s320/Baluschek_Feierabend.jpg" width="220" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-uLQi4Dy-kZU/TuwlylAbzQI/AAAAAAAAAfc/tUfexKRK360/s1600/Baluschek-Kohlenfuhren.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="254" src="http://2.bp.blogspot.com/-uLQi4Dy-kZU/TuwlylAbzQI/AAAAAAAAAfc/tUfexKRK360/s320/Baluschek-Kohlenfuhren.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-7242298285172483037?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/7242298285172483037'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/7242298285172483037'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/hans-baluschek.html' title='Hans Baluschek'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-KyEQfaE_dHA/TuwgskieW3I/AAAAAAAAAeU/MgPR3osibq4/s72-c/Baluschek_Mondfahrt.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-7716751881526155317</id><published>2011-12-15T16:45:00.002+01:00</published><updated>2011-12-15T16:47:10.603+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anthropologie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amerika'/><title type='text'>Genozid (und nochmal New York)</title><content type='html'>In meiner New Yorker Zeit -- vor rund 25 Jahren -- war ich mit einer älteren Dame befreundet, die mich immer mal wieder zum Essen in ihre Wohnung lud. Das Essen war fürchterlich, die Wohnung noch dazu mit Kakerlaken verseucht, die über die Wände, den Fernseher, sogar den Esstisch liefen. Aber ich hatte damals wenig Geld und war nicht wählerisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Dame, die von den Zuwendungen ihres greisen Vaters lebte, war eine unersättliche Leserin. Es verging kaum ein Tag, an dem sie nicht zwei oder drei Bücher verschlang. Wohin aber mit all dem angestauten Wissen? Verwandtschaft hatte sie keine, wenn man von dem Vater absah, der allerdings vier Autostunden entfernt lebte; Freunde ebensowenig; und mit den Nachbarn lebte sie im Dauerstreit. Also musste ich als ihr Gesprächspartner herhalten, wenn ich ein- oder zweimal die Woche bei ihr abends am Tisch saß. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Gesprächspartner" ist eigentlich das falsche Wort. Sie duldete es nicht, dass man ihr widersprach, ja, sie duldete es nicht einmal, dass man überhaupt etwas sagte. Mir war es recht. Ich hörte ihr zu und aß. Und wenn ich fertig gegessen hatte -- meist servierte sie Spaghetti, auf die sie einen Becher Hüttenkäse kippte -- blieb ich anstandshalber noch zehn, fünfzehn Minuten sitzen, um dann schließlich ihren Redefluss zu unterbrechen und mich zu verabschieden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;An einem Abend jedoch ritt mich der Teufel; vielleicht hatte ich schlechte Laune, vielleicht hatte sich auch einfach meine finanzielle Lage soweit entspannt, dass ich mich nicht mehr auf die alte Dame angewiesen fühlte. Jedenfalls legte ich zum ersten Mal in diesen Monaten Widerspruch ein. Sie behauptete, der Mensch sei gut, im Herzen gut; es sei die Zivilisation, die ihn in die Irre, ins Böse führen würde. Mord und Totschlag habe es unter den Urmenschen, den Jägern und Sammlern nicht gegeben. Wie auch? Die einzelnen Sippen lebten so weit auseinander, dass sie sich kaum über den Weg liefen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte damals gerade ein Buch von Peter Matthiessen gelesen, einem amerikanischen Romanautor und Naturforscher, in dem er sein Jahr unter den Steinzeitmenschen Papuas beschreibt. Mord- und Totschlag, wohin das Auge reicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines führte zum anderen, die alte Dame erklärte unsere Freundschaft für beendet und warf mich aus der Wohnung. Ich war gerade unten aus der Haustüre draußen, als einen Meter vor mir ein weißer Gegenstand knallend auf dem Bürgersteig aufschlug: Es war die Nudelschüssel, die ich eben leergegessen hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen weiß man, dass sogar unter Menschenaffen gemordet wird. Jane Goodall beobachtete Schimpansenstämme, die einander über den Zeitraum von mehreren Jahren regelrecht ausrotteten. Die Männchen lauerten sich gegenseitig auf, zertrampelten die Neugeborenen, vergewaltigten die Weibchen. Und dies nicht, weil es Futtermangel gegeben hätte. Offenbar genügte es, den anderen Schimpansenstamm als irgendwie "fremd", "unverwandt" zu erkennen, um eine feindliche, ja, genozidale Haltung zu ihm zu entwickeln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-7716751881526155317?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/7716751881526155317'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/7716751881526155317'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/genozid-und-nochmal-new-york.html' title='Genozid (und nochmal New York)'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-192629719351702286</id><published>2011-12-12T11:56:00.001+01:00</published><updated>2011-12-12T13:03:18.306+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbrechen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amerika'/><title type='text'>New York nochmal</title><content type='html'>Der letzte Eintrag über New York hat die Pforten der Erinnerung aufgestoßen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Jahr in Brooklyn zog ich im Sommer 1985 nach Manhattan um, in die East Village im Südosten der Insel. Ich verdiente immer noch so wenig, dass ich mir nur ein Zimmer in einem Slum leisten konnte, in der sogenannten Alphabet City, dem Viertel um die Avenuen A, B und C.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wohnen dort Wohlhabende, aber damals, vor 25 Jahren, galt die Gegend als eine der ärmsten und gefährlichsten von New York. Hier lebten hauptsächlich Puerto-Ricaner; auf der Straße war die Sprache Spanisch und die Musik karibischer Salsa. Sie kam aus den Autos und den "Bodegas" an den Straßenecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Obwohl mein Zimmer nur ein Durchgangszimmer war und ich auf einer Ausziehkautsch schlief, die tagsüber meinem Mitbewohner, einem Baseball-Fan, als Fernsehsessel diente - obwohl ich also im Grunde genommen nur eine Schlafgelegenheit hatte, war ich überglücklich. Die East Village war damals nämlich das, was heute Neukölln und Kreuzberg sind: Sammelbecken der Avantgarde eines ganzen Kontinentes. In den kakerlakenverseuchten Wohnungen, in denen oftmals noch die Badewannen in der Küche standen, lebte nicht nur die Unterschicht der Stadt, sondern auch praktisch jeder, der davon träumte, ein Maler, ein Schriftsteller, ein Dichter zu werden. Man konnte nicht auf die Straße treten, ohne jungen Frauen oder Männern zu begegnen, die jenen bestimmten Glanz in den Augen hatten, den das Bewusstsein der eigenen Auserwähltheit, des eigenen Künstlertums verleiht. Hier fühlte ich mich zuhause; wahrscheinlich hatte ich selber diesen Glanz in den Augen. Zudem gab es hier noch ein paar jüdische Bäckereien, letzte Überbleibsel der ursprünglichen Einwohnerschaft des Viertels, in denen man ordentliches Brot kaufen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Mitbewohner war zehn Jahre älter als ich und hatte bereits einige Theaterstücke am Off-Broadway untergebracht, verdiente sich aber sein Geld als Concierge in einem der großen Apartmenthäuser an der Park Avenue. Morgens riss er mich manchmal aus dem Schlaf, wenn er in seiner grauen Uniform, die Schirmmütze noch auf dem Kopf, nach hause kam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich arbeitete selber gewöhnlich bis drei Uhr früh, und zwar in einer sogenannten Deli, einem Feinkostladen. Einmal pro Woche, immer freitags, bekam ich meinen Lohn in bar, 300 Dollar. Damit er mir nicht auf dem nächtlichen Nachhauseweg gleich wieder abgenommen wurde, versteckte ich ihn an einem Ort, wo man ihn, da war ich mir sicher, nicht suchen würde.&amp;nbsp;Sobald er mir ausgezahlt worden war, sperrte ich mich auf dem Klo ein, zog mir Strümpfe und Schuhe aus, strich die Banknoten glatt, teilte sie in zwei Hälften auf und packte sie so in die Strümpfe hinein, dass mich beim Gehen nicht behindern würden. Ich lief also sozusagen auf Dollarnoten nach hause. Noch am nächsten Tag waren die Scheine klamm vom Fußschweiß; und wenn ich mit ihnen meine Einkäufe bezahlte, dann empfand ich je nach Freundlichkeit des Personals entweder Schadenfreude oder wurde von Gewissensbissen geplagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Methode war umständlich und unappetitlich, das stimmt; aber sie bewährte sich. Als ich eines frühen Samstagmorgens von der Arbeit kam, wurde ich nur wenige Meter von meinem Haus entfernt von vier jungen Männern ausgeraubt. Einer presste mir seine Pistole in die Seite, ein anderer fuhr mir hastig in die Hosentaschen, erbeutete aber nur das Wechselgeld, das ich nach dem Kauf einen Stück Kuchens erhalten hatte. Den Kuchen, in seiner braunen Papiertüte, hielt ich noch in der Hand, als ich schließlich die Wohnungstür ausperrte (dieses kleine, unwichtige Detail hat sich mir, aus welchen Gründen auch immer, eingeprägt). Und natürlich hatte ich noch meinen Wochenlohn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-192629719351702286?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/192629719351702286'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/192629719351702286'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/new-york-nochmal.html' title='New York nochmal'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-7700454758148554127</id><published>2011-12-08T08:42:00.001+01:00</published><updated>2011-12-12T12:46:19.152+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbrechen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amerika'/><title type='text'>New York, Mitte der 80er: Angst und Faszination</title><content type='html'>Als ich Mitte der 80er Jahre in New York lebte, hatte die Stadt eine der höchsten Mordraten der westlichen Welt. Ich selber wurde mehrfach Zeuge und Opfer von Raubüberfällen, von "muggings". Die Spannung auf der Straße war mit Händen zu greifen. Ich hatte häufig Angst, aber ich war auch fasziniert, so fasziniert, dass die damalige Stadt mit ihrem Schmutz und ihrer düsteren Bedrohlichkeit noch heute immer wieder in meinen Träumen auftaucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Häufiges Traum-Sujet ist die U-Bahn, die ich mehrmals täglich benutzen musste. Ich wohnte in Brooklyn, verdiente mein Geld aber, wie die meisten Leute, in Manhattan. Manchmal, wenn ich nachts nach hause fuhr, stellte ich mich bekifft in den offenen Durchgang zwischen &amp;nbsp;zwei Waggons und ließ mir den Fahrtwind ins Gesicht blasen. Das war natürlich hoch gefährlich und dazu streng verboten - aber es machte einen Höllenspaß. Die Luft roch nach Teer und Rauch; die Schachtwände, mit ihren roten und blauen Lichtern, rasten in unmittelbarer Nähe an mir vorbei; unter meinen Füßen krischen die Räder auf den Schienen. Wenn der Zug über eine Weiche sprang, wurde ich zur Seite geworfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den stillgelegten Stationen, durch die der Zug mit vollem Tempo durchfuhr, konnte man junge Schwarze auf den Bahnsteigen sehen, wie sie in der Notbeleuchtung tanzten und - so nahm ich an - ihre Drogen nahmen. Die Wände waren voller Graffiti: Grotesk verzerrte Buchstaben und Comicfratzen, die im Vorbeirasen auf mein bekifftes Gehirn einen tiefen Eindruck gemacht haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Ich war ein paar Monate in der Stadt, als ein Weißer namens Bernhard Goetz in der U-Bahn eine Pistole zog und vier schwarze Jugendliche niederschoss, die ihn ausrauben wollten. Danach flüchtete er aus der U-Bahn, stellte sich aber neun Tage später der Polizei. Die allgemeinen Sympathien, auch die der Schwarzen, waren auf seiner Seite - so sehr litt jeder unter der allgegenwärtigen Kriminalität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines späten Abends - ich war irgendwo tanzen gewesen oder hatte Freunde besucht - fiel mir ein Mann auf dem Bahnsteig auf, ein elegant gekleideter Schwarzer, der etwas abseits von den anderen stand. Irgendetwas faszinierte mich an ihm; in seiner Ausstrahlung, so kommt es mir heute vor, nahm ich Einsamkeit und Gewalttätigkeit wahr. Er trug einen Hut auf dem Kopf, wie ein Filmgangster der 30er Jahre. Um mein Interesse nicht auffällig werden zu lassen, wanderte ich in seiner Nähe auf dem Bahnsteig hin und her und beobachtete ihn dabei verstohlen. Als ich wieder einmal nur zwei, drei Meter von ihm entfernt war, &amp;nbsp;sagte er halblaut: "Wenn du nicht aufhörst, mich anzustarren, werfe ich dich auf die Gleise."&lt;br /&gt;Ich hatte keinen Zweifel daran, dass er seine Drohung wahr machen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-7700454758148554127?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/7700454758148554127'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/7700454758148554127'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/new-york-mitte-der-80er.html' title='New York, Mitte der 80er: Angst und Faszination'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-4374589977286436744</id><published>2011-12-06T08:44:00.001+01:00</published><updated>2011-12-06T08:45:24.916+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><title type='text'>Goethe, mit fast 60 Jahren</title><content type='html'>"Nur nichts als Profession getrieben! Das ist mir zuwider. Ich will alles, was ich kann, spielend treiben, was mir eben kommt und solange die Lust daran währt. So hab' ich in meiner Jugend gespielt unbewusst; so will ich's bewusst fortsetzen durch mein übriges Leben."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-4374589977286436744?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/4374589977286436744'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/4374589977286436744'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/goethe-mit-fast-60-jahren.html' title='Goethe, mit fast 60 Jahren'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-2456069159148799297</id><published>2011-12-05T12:35:00.001+01:00</published><updated>2011-12-05T12:39:24.481+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amerika'/><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-yKAc2AFI8n8/Ttyset496MI/AAAAAAAAAdQ/F6V9ZXTKO7Q/s1600/chicago.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-yKAc2AFI8n8/Ttyset496MI/AAAAAAAAAdQ/F6V9ZXTKO7Q/s1600/chicago.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist D., mit dem ich in Chicago ein paar Nachmittage verbracht habe. Er ist im Süden der Stadt aufgewachsen, in einer Wohnung, die weder fließend Wasser noch Strom hatte. Seine Mutter ist eine Drogensüchtige; seine Schwester starb durch eine Kugel ins Gesicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Arial;"&gt;Er ist 21 Jahre alt und arbeitet als Nachtwächter. Tagsüber schläft er oder spielt Computer.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-2456069159148799297?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/2456069159148799297'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/2456069159148799297'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/das-ist-d.html' title=''/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-yKAc2AFI8n8/Ttyset496MI/AAAAAAAAAdQ/F6V9ZXTKO7Q/s72-c/chicago.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-8709091789062161648</id><published>2011-12-05T12:17:00.001+01:00</published><updated>2011-12-05T13:00:00.846+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><title type='text'>August von Platen: Wer wusste je das Leben recht zu fassen</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;Wer wußte je das Leben recht zu fassen,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Wer hat die Hälfte nicht davon verloren&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Im Traum, im Fieber, im Gespräch mit Toren,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;In Liebesqual, im leeren Zeitverprassen?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Ja, der sogar, der ruhig und gelassen,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Mit dem Bewußtsein, was er soll, geboren,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Frühzeitig einen Lebensgang erkoren,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Muß vor des Lebens Widerspruch erblassen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Denn Jeder hofft doch, daß das Glück ihm lache,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Allein das Glück, wenn's wirklich kommt, ertragen,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Ist keines Menschen, wäre Gottes Sache.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Auch kommt es nie, wir wünschen bloß und wagen:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Dem Schläfer fällt es nimmermehr vom Dache,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div contenteditable="true" id="smartPaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Und auch der Läufer wird es nicht erjagen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;i&gt;Was wäre dem noch hinzuzufügen?&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-8709091789062161648?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/8709091789062161648'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/8709091789062161648'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/august-von-platen-wer-wusste-je-das.html' title='August von Platen: Wer wusste je das Leben recht zu fassen'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-8419653753510588411</id><published>2011-12-05T12:14:00.001+01:00</published><updated>2011-12-05T14:50:01.316+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><title type='text'>Ha!</title><content type='html'>Der estnische Schriftsteller Jaan Kross in &lt;i&gt;Der Verrückte des Zaren&lt;/i&gt;: &lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Ich habe mich entschlossen, Tagebuch zu führen, weil ich in Dinge verstrickt bin, die meines Erachtens so ungewöhnlich sind, dass ein denkender Mensch, der ungewollt ihr Zeuge geworden ist, nicht umhinkann, den Versuch zu unternehmen, seine Beobachtungen niederzuschreiben. Möglich, dass nur ein oberflächlicher Denker so handelt. Jemand, der tiefer in die Dinge eindringt, würde bestimmt auf jegliche Aufzeichnungen verzichten.&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-8419653753510588411?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/8419653753510588411'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/8419653753510588411'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/12/ha.html' title='Ha!'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-7206735767767784388</id><published>2011-10-27T06:57:00.002+02:00</published><updated>2011-12-05T09:48:48.617+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Sex kann sich zu einer solchen Intensität steigern...</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 20px;"&gt;Sex kann sich zu einer solchen Intensität steigern, dass die berühmten Zeilen aus den "Duineser Elegien" in einem neuen Licht erscheinen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn das Schöne ist nichts&lt;br /&gt;als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen,&lt;br /&gt;und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht,&lt;br /&gt;uns zu zerstören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein anderer Vers fällt mir ein, aus einem Gedicht von Hebbel:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Steigendes, neigendes Leben,&lt;br /&gt;Riesenhaft fühle ich's weben,&lt;br /&gt;Welches das meine verdrängt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weder Hebbel noch Rilke hatten Sex im Sinn, als sie diese Verse schrieben, das ist schon klar; aber beide sprachen sie von Kräften außerhalb unseres Ichs, die uns überwältigen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-7206735767767784388?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/7206735767767784388'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/7206735767767784388'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/10/sex-kann-sich-zu-einer-solchen.html' title='Sex kann sich zu einer solchen Intensität steigern...'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-6369617082000760927</id><published>2011-10-25T08:18:00.007+02:00</published><updated>2011-11-12T20:55:56.461+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Indien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Religion'/><title type='text'>Ich erinnere mich noch gut an den Moment</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-g2GAmKxHVqA/SY28VRiIDrI/AAAAAAAAAPI/-q_2UYtMsOg/s1600/rudolf_von_waldenfels+9.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://4.bp.blogspot.com/-g2GAmKxHVqA/SY28VRiIDrI/AAAAAAAAAPI/-q_2UYtMsOg/s400/rudolf_von_waldenfels+9.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;zum Vergrößern bitte klicken&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;Es war im Januar 2009. Wir fuhren mit den Rädern durch die Ebene nordwestlich von Delhi. David zeigte auf den Tempel; im nächsten Moment überholte uns der Motorradfahrer. Der rote Sari seiner Begleiterin - die seitlich auf dem Rücksitz saß - flatterte im Fahrtwind. Die Morgenluft war diesig vom Rauch der Ziegeleien, deren Türme überall aus der Ebene aufragten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;Oben, im Tempel, musste man sich in Acht nehmen vor den Affen. Sie waren offenbar daran gewöhnt, gefüttert zu werden. Wir hatten nichts für sie; also bleckten sie die Zähne und fauchten uns an.&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-6369617082000760927?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6369617082000760927'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6369617082000760927'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/10/ich-erinnere-mich-noch-genau-den-moment.html' title='Ich erinnere mich noch gut an den Moment'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-g2GAmKxHVqA/SY28VRiIDrI/AAAAAAAAAPI/-q_2UYtMsOg/s72-c/rudolf_von_waldenfels+9.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-2991562058032599293</id><published>2011-10-24T14:11:00.002+02:00</published><updated>2011-10-24T14:11:58.809+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Das Vermögen, Schmerz...</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;...zu empfinden, ist beim Menschen begrenzt, das ist bekannt.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;Aber wie verhält es sich mit dem Vermögen, Lust zu empfinden?&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;Ich jedenfalls beobachte bei mir, dass meine Lustfähigkeit oszilliert -- als läge über meiner biologischen eine zweite, unsichtbare Haut, deren Poren sich je nach Tagesverfassung weiten oder verengen. So kann ich beim Sex inzwischen deutlich den Moment vorausfühlen, an der die Lust zu Unlust wird, weil die Berührung zu intensiv, die Nähe zu nah, die Liebe bedrohlich wird -- bedrohlich für den innersten Kern meiner Persönlichkeit, die ihre Autarkie in Gefahr sieht.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-2991562058032599293?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/2991562058032599293'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/2991562058032599293'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/10/das-vermogen-schmerz.html' title='Das Vermögen, Schmerz...'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-4434862786056109938</id><published>2011-10-24T11:56:00.000+02:00</published><updated>2011-10-24T12:31:15.903+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anthropologie'/><title type='text'>Olorgesailie</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;Olorgesailie ist eine trockene Senke rund 70 Kilometer südwestlich von Nairobi. In ihr lag in früheren Erdzeitaltern ein See, und am Ufer dieses Sees lebte&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;homo erectus&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;. Über einen Zeitraum von 500.000 Jahren jagten, schliefen und starben die Vorläufer des modernen Menschen hier. In den weißen Kreidesedimenten fanden Mary und Louis Leakey tausende von Faust- und Wurfkeilen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Arial;"&gt;Für das ungeübte Auge ist das Skelett eines&amp;nbsp;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;homo erectus&lt;/span&gt;&amp;nbsp;nicht von dem eines&amp;nbsp;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;homo sapiens&lt;/span&gt;&amp;nbsp;zu unterscheiden; das Gleiche, so sagen Paläontologen, würde auch auf seine äußere Gestalt zutreffen, begegnete man ihm an der Fußgängerampel einer Großstadt. Er sprach, sang und träumte ebenso wie wir.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Arial;"&gt;Eine halbe Million Jahre! Der Zeitraum, der vom Anbeginn der Zivilisation im Fruchtbaren Halbmond bis heute vergangen ist, umfasst gerade mal ein Hundertstel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für ein Zeitgefühl hatten diese Menschen? Was empfanden sie, wenn sie nachts zu den Sternen aufsahen?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-4434862786056109938?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/4434862786056109938'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/4434862786056109938'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/10/olorgesailie.html' title='Olorgesailie'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-6665294268005812741</id><published>2011-10-24T11:43:00.002+02:00</published><updated>2011-10-24T13:55:02.104+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anthropologie'/><title type='text'>Wenn man davon ausgeht, dass..</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;...eine Generation 20 Jahre umfasst, dann genügen 40 Generationen, um den Zeitraum von heute bis zum Hochmittelalter auszuschreiten. Anders gesagt: Vierzig Männer oder Frauen, die einander jeweils Vater oder Mutter gewesen sind, bilden eine Zeitenkette zurück ins Jahr 1211.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;Man kann sich die vierzig hintereinander, in einer Schlange, vorstellen. An der Spitze der Schlange stehe ich. Hinter mir steht mein Vater. Hinter ihm seine Mutter, meine Großmutter. Hinter ihr wiederum ihre Mutter, meine Urgroßmutter, die ich nicht mehr kennengelernt habe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="font-family: Arial;"&gt;Vierzig Personen. Das ist nicht viel. Das sind gerade&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Arial;"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;mal anderthalb Klassenzimmer. Vierzig Personen: So viele stehen in der Weihnachtszeit manchmal an den Kassen der Kaufhäuser an.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Weitere &lt;i&gt;vierzig&lt;/i&gt;, also insgesamt achtzig, und wir sind im Jahr 411. Germanen. Langhäuser. Riesige Wälder. Unverständliche, aber irgendwie auch vertraut klingende Sprache.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Weitere &lt;i&gt;zwanzig&lt;/i&gt;, und wir sind in der Zeit um Christi Geburt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Weitere&amp;nbsp;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;eintausend&lt;/span&gt;. Die Höhlenmalereien von Lascaux. Auerochsen, Pferde, Hirsche im Licht von Fackeln oder Öllampen auf den Fels gemalt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Zehntausend.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Letzer gemeinsamer Vorfahr von modernem Mensch und Neanderthaler.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Fünfzigtausend&lt;/span&gt;. Homo Erectus. Seine Nase ist ein wenig zu flach, die Brauenwülste sind ein wenig zu ausgeprägt. Ansonsten aber: Er ist ein Mensch wie ich, mein Vorfahr.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Hunderttausend.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Homo Habilis. Ist er ein Affe? Ist er ein Mensch? Haare überall, der Schädel winzig, aber nachts zündet er Feuer an, um die Raubtiere fernzuhalten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Hundertfünfzigtausend&lt;/span&gt;. Australopithecus africanus. Aufrecht auf zwei Beinen zwar, aber wenn ihn ein Raubtier jagt, flüchtet er wie ein Affe hinauf in die Bäume.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Zweihunderttausend.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Australopithecus anamensis. Ein Affe ganz und gar, aber auf zwei Beinen.&amp;nbsp;Zweihunderttausend Vorfahren also bin ich vom Tierreich entfernt. Die Schlange ist rund 50 Kilometer lang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt kaum etwas, was mich in so Erstaunen versetzt wie der Aufstieg des Tiers zum Menschen. Wie mickrig nimmt sich dagegen die biblische Schöpfungsgeschichte aus.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-6665294268005812741?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6665294268005812741'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6665294268005812741'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/10/wenn-man-davon-ausgeht-dass.html' title='Wenn man davon ausgeht, dass..'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-6361187270986564056</id><published>2011-10-24T11:35:00.002+02:00</published><updated>2011-11-02T21:29:27.923+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><title type='text'>Hier ein starker Vierzeiler</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;Auf den Gerechten fällt der Regen,&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;Auch auf den ungerechten Mann.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;Vor allem auf den Gerechten, wegen&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;Des Schirms, den ihm der andere nahm.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Arial;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-6361187270986564056?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6361187270986564056'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/6361187270986564056'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/10/hier-ein-herrlicher-vierzeiler.html' title='Hier ein starker Vierzeiler'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2555663574657611282.post-4552046220496059664</id><published>2011-10-22T13:35:00.003+02:00</published><updated>2011-12-06T08:47:52.516+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pornographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Literatur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Henry Miller</title><content type='html'>&lt;div style="font: 14.0px Arial; margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-9nZcYy4GOkw/TqKvgORPPpI/AAAAAAAAAXU/DrVL2OM9JqI/s320/Henry+Miller.jpg" style="margin-left: auto; margin-right: auto;" width="208" /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: xx-small;"&gt;Quelle: www.de.wikipedia.org&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er war ein Pornograph, ein füchterlicher Angeber, ein Clown, ein großer Künstler -- und er war ein zutiefst religiöser Mensch, ein Mystiker. Ich bedaure, ihm nicht begegnet zu sein; wenigstens die Hand hätte ich ihm einmal schütteln mögen. Er starb im Jahr 1980.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Kind deutscher Auswanderer sprach und schrieb er fließend Deutsch. Er berauschte sich an Spenglers Sprache und führte den "Untergang des Abendlandes" mit sich wie eine Bibel. Zeit seines Lebens litt er unter seiner Mutter. Sogar als alter Mann, da war sie schon Jahrzehnte tot, redete er noch schlecht über sie.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Sein Freiheitsdrang war legendär. Er lebte lange Strecken seines Lebens&amp;nbsp;in Armut; sie zog er der "Rattenjagd" vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit zwanzig begann er zu schreiben, doch er wurde 40, bis er begriff , was sein Thema sein musste: das eigene Leben. Er war 43, als sein erstes Buch erschien, in einem obskuren pornographischen Verlag, der von Paris aus den englischen Markt bediente. Der 2. Weltkrieg war sein Glück. Amerikanische Soldaten, in der französischen Hauptstadt stationiert, lasen den Wendekreis des Krebses und schmuggelten ihn in die Vereinigten Staaten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Prozesse, die wegen "Obszönität" in England und Amerika gegen seinen Verleger angestrengt wurden, brachten ihm den Durchbruch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wir alle, suchte er am Ende nur eines: Liebe. Er zog mit Stahlringen gefesselt in die Welt hinaus; seine Bücher erzählen die Geschichte eines, der Ring um Ring absprengt. Wörter wie "Ficken", "Votze" und "Schwanz" waren ihm dafür Mittel zum Zweck. Auch wenn seine Prosa heute nicht mehr zu schockieren vermag, hat sie doch nichts von ihrer Vitalität eingebüßt. Seine Bücher sind ein großer Gesang auf die Freiheit und als solcher auch in hundert Jahren noch lesenswert.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2555663574657611282-4552046220496059664?l=rudolfvonwaldenfels.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/4552046220496059664'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2555663574657611282/posts/default/4552046220496059664'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rudolfvonwaldenfels.blogspot.com/2011/10/henry-miller.html' title='Henry Miller'/><author><name>Rudolf von Waldenfels</name><uri>https://profiles.google.com/114620270535679113003</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh6.googleusercontent.com/-Mloww3rmRLA/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAWQ/sZ0gR2-Ui8A/s512-c/photo.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-9nZcYy4GOkw/TqKvgORPPpI/AAAAAAAAAXU/DrVL2OM9JqI/s72-c/Henry+Miller.jpg' height='72' width='72'/></entry></feed>
